Multiple Sklerose


 

Definition, Ursachen und Symptome

Multiple Sklerose ist eine Störung des Nervensystems. Der Begriff bedeutet etwa: "zahlreiche Verhärtungen". Diese Erkrankung des Nervensystems verläuft bei keinem Patienten gleich. Eher selten kommt es innerhalb weniger Jahre zu schweren Behinderungen. Es gibt milde Formen, die einen nahezu normalen Alltag ermöglichen. Dank moderner Behandlungsmethoden gleicht sich die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen mit Multiple Sklerose (MS) jener der Allgemeinbevölkerung immer mehr an. Aber es handelt sich um ein ernstes Leiden, das körperliche Funktionen stark beeinträchtigen kann. Schuld ist das eigene Immunsystem. Abwehrzellen überwinden die Blut-Hirn-Schranke und greifen die Schutzhüllen von Nervenfasern an.

Es kommt zu Entzündungen und narbigen Verhärtungen. Nervensignale werden auf ihrem Weg vom Gehirn zu Muskeln und Organen behindert. Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer. Forscher machen ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen für Multiple Sklerose verantwortlich. Erbanlagen scheinen eine Rolle zu spielen. Ebenso Infektionen, die das Immunsystem in die Irre leiten. Sehstörungen, Taubheitsgefühle, "Kribbeln" und Muskelschwäche gehören zu den häufigsten Anzeichen der Krankheit. Da sie aber auch Zeichen für andere Krankheiten sein können, ist eine genaue Diagnose wichtig. Die Symptome treten meist schubweise auf und können sich im Verlauf vieler Jahre verschlimmern. Ihre Stärke ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Langfristig sind Lähmungen möglich.


Behandlung

Bei Multiple Sklerose verschreibt der Arzt verschiedene Medikamente, die Symptome lindern und die Krankheit bremsen. Gymnastik und Physiotherapie stärken die Muskeln.


Vorbeugen und Selbsthilfe

Da die genauen Ursachen von Multiple Sklerose nicht bekannt sind, kann man der Erkrankung nicht vorbeugen. Multiple Sklerose-Patienten können aber durch eine frühzeitige und dauerhafte Behandlung den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen. Die Schübe können so verringert werden. Auch durch das Einnehmen von Interferon-beta-Präparaten kann die Erkrankung verlangsamt werden. Außerdem ist es sehr wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten und das Immunsystem zu stärken, eventuell auch durch Medikamente, die immunstimulierend wirken. Stress sollte vermieden werden. Rat gibt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft.